Sollte sich Deutschland um Olympia bewerben?

Shownotes

Am 26. September will der Deutsche Olympische Sportbund darüber entscheiden, ob sich eine deutsche Stadt oder Region um die Ausrichtung der Olympischen Spiele in den Jahre 2036, 2040 oder 2044 bewerben soll. Bei einer solch gravierenden Entscheidung müssten die Verantwortlichen vor allem das Gemeinwohl berücksichtigen, betont der Geograph Prof. Dr. Samuel Mössner im aktuellen "Umdenken"-Podcast.

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00:00:00: Wer geht für Deutschland ins Rennen um die olympischen Spiele?

00:00:03: München, Berlin oder doch Köln-Rhein-Ruhe.

00:00:06: Sie alle kämpfen darum der deutsche Olympia Bewerber in den Jahren zwanzig, sechsunddreißig, zwanziggvierzig oder zwanzighvierzig zu werden und sie geben dafür jetzt schon viel Geld aus.

00:00:17: Die Hamburger haben sich bereits mehrheitlich dagegen ausgesprochen.

00:00:20: was halten sie eigentlich von der Idee Olimpia wieder mal nach Deutschland zu holen Herr Messner?

00:00:26: Also zu Hause meine Partnerin, die organisiert als fleistige Hefferlein dem Münster Triathlon mit den.

00:00:33: Deswegen darf ich mich nicht gegen große Sportereignisse aussprechen.

00:00:36: Ich bin also eher zuversichtlich, dass es interessant sein

00:00:38: könnte.".

00:00:39: Also verhaltende Optimismus würde ich mal sagen oder verhaltener Zuspruch und damit willkommen zum Umdenken zu einer neuen Podcast-Folge der Universität Münster!

00:00:49: Ich freue mich, dass Sie dabei sind.

00:00:50: Mein Name ist Norbert Robers, ich bin Pressesprecher der Universitäten Münster.

00:00:55: Immerhin eines steht schon heute fest, die Entscheidung welche deutsche Stadt oder Region sich um die Ausrichtung der olympischen Spiele und Paralympische Spiele bewerben wird fällt der Deutsche Olympisches Sportbund am sechsten zwanzigsten September zwanzich sechsundzwanzig auf einer Mitgliederversammlung in Baden-Baden.

00:01:12: Aber natürlich hat längst eine intensive Debatte über die Vor- und Nachteile einer solchen Bewerbung begonnen.

00:01:18: ich möchte mit meinem heutigen Gast allerdings den Bogen etwas weiter spannen und über den Sinn und Unsinn von sogenannten Mega-Events sprechen, also Fußballweltmeisterschaften, internationalen Bauausstellungen oder auch Bundesgartenschauen.

00:01:29: Es geht doch um die Festivalisierung.

00:01:32: inwieweit wurde und wird die Bevölkerung in die Entscheidung für solche großen Ereignisse einbezogen?

00:01:37: Gibt es tatsächlich auch mal positive Beispiele für das immer wieder vorgetragener Versprechen nachhaltiger Großveranstaltung oder sind es meistens doch nur hohle Aussagen?

00:01:48: Ich bin mir sicher dass wir heute einiges an Aufklärung Bieten können, denn ich darf auch heute wieder einen kundigen Experten begrüßen.

00:01:55: Wer ist mein Gast?

00:01:57: Prof.

00:01:58: Dr.

00:01:58: Samuel Mössner hat von nineteen sieben neunzig bis zwei tausendvier Geografie öffentliches Recht und Kulturmanagement an der Universität Kiel studiert.

00:02:07: Fünf Jahre später hatte er in derselben Universität im Fach Humangeographie promoviert und nahm im Anschluss daran Gastdozenturen in Italien und den USA war.

00:02:18: An der LMU München vertrat er den Professuren für Sozialgeografie mit Schwerpunkten-Nachhaltigkeitsforschung und Mensch-Umweltbeziehungen.

00:02:27: Seit dem Jahr zwei Tausendsehnten ist er schließlich Professor für Raumplanung und Nachhaltigkeit am Institut für Geographie der Universität Münster.

00:02:36: Seine wissenschaftlichen Schwerpunkt liegen auf den Themen Wandel von Städten und Regionen, Governance und Beteiligung sowie Raumplanungs- und Planungskonflikte.

00:02:46: Ich freue mich sehr, dass Sie sich heute für uns und diesen Podcast Zeit nehmen bekommen.

00:02:51: Vielen Dank, dass ich hier sein darf!

00:02:53: Herr Mößner was glauben Sie?

00:02:55: Was macht eine Stadt oder eine Region zu einem geeigneten Olympia-Standort?

00:03:01: Das ist eine berechtigte Frage und am liebsten würde man jetzt wahrscheinlich so den einen oder das andere hören, dass es ganz konkret ist.

00:03:08: Und ich würde mich ein bisschen darauf vordrücken und würde sagen, so ganz pauschal kann man das natürlich nicht sagen.

00:03:12: Es gibt nicht die, da ist eine Kriterium, das erfolgt dann verspricht oder sagt ... der richtige Standort.

00:03:20: Ich glaube, es geht eher um den Prozess wie man Olympia oder auch Großereignisse in eine bestehende Stadtplanung einbettet und ich spreche jetzt heute eher aus einer Frage von Stadt- und Entwicklungsstadtplanungen denn da komme ich her.

00:03:33: als Geograph beleuchte ich vor allem diese Prozesse in der Stadt.

00:03:37: Und was wäre dann eine solche gelungener Prozess?

00:03:41: Wir werden gleich im Detail noch darauf eingehen, aber dass wir zumindest eine Ahnung davon bekommen in welchen Kategorien Sie beispielsweise als Raumplaner denken.

00:03:49: Was müsste in diesem Prozess integriert sein?

00:03:53: Erstmal muss es gemeinwohleorientiert sein, das erst mal ein abstrakter Begriff, aber er würde erstmal darauf hindeuten, dass diese Ereignisse nicht nur einzelnen Akteursgruppen dienen sondern dass sie der Gesellschaft der Stadt auch dienen können oder auch darüber hinaus einer Region, sollte auch ein gerechter Prozess sein der Implementierung und auch nachher der Durchführung.

00:04:13: Er sollte zukunftsorientiert und nachhaltig sein.

00:04:15: also sich überlegen was passiert danach?

00:04:18: Nach dem Event.

00:04:19: wie gehe ich beispielsweise mit Flächen um die ich dafür gewidmet hatte vielleicht auch verändert habe und er sollte auch participativ sein im Sinne dessen dass eine Öffentlichkeit an Entscheidungsfindungen beteiligt werden kann und nicht nur informiert wird.

00:04:36: Da schwingt bei Ihrer Antwort jetzt so ein bisschen mit Herrn Mößner, dass Sie genau das vermissen.

00:04:40: Wenn Sie so ganz grob mal auf die Geschichte der olympischen Spiele gucken, partizipativ an das Gemeinwohldenken und die Nachhaltigkeit denken... Wir werden nur einzelne Beispiele noch sprechen im Laufe dieses Podcasts.

00:04:51: aber haben sie denn einwirkt es fast immer irgendwie unter die Räder gerät oder eher so am Rande behandelt wird?

00:04:57: Ja, das will ich schon sagen!

00:04:59: Also ich würde sagen, dass wir grundsätzlich in den letzten dreißigvierzig Jahren eine Stadtentwicklungspolitik haben und eine Stadt Entwicklung haben die sich nicht mehr an diesem Gemeinwohl oder abzackten Gemeinwohl in der Art orientiert wie es vielleicht wünschenswert wäre.

00:05:12: Vielleicht geht das auch nicht aus gesellschaftlichen Bedingungen heraus aber wenigstens würde ich sagen, das vermisse ich deutlich.

00:05:18: Nicht nur bei Großveranstaltungen, auch grundsätzlich, aber eben auch bei solchen Festivals.

00:05:24: Das internationale olympische Komitee zumindest meiner Erinnerung nach betont fast immer, dass es beispielsweise den Aspekt der Weiternutzung außer der Nachhaltigkeit mitdenkt.

00:05:36: Ist denn überhaupt eine nachhaltige Olympiade realistisch oder ist das eher... Na ja ich mache euch Versprechungen und nachher wollen wir mal das Beste hoffen?

00:05:45: Der Nachhaltigkeitsbegriff hat sowas sehr stark normatives in dem Moment, dass man sagt also es gibt so die Nachhaltighat oder es gibt sie nicht.

00:05:52: Ich würde es vielleicht doch auch da wieder prozesshaft sehen und würde sagen doch ich könnte mir vorstellen, dass es nachhaltigere also prozesshaft gesehen Stadt- und Entwicklungprojekte und auch Großprojekten gibt.

00:06:06: Und andere die das nicht sind und wir werden später vielleicht noch über Turin sprechen Ich habe sehr viel in Italien Zeit verbracht und auch dort geforscht zu Themen der sozialen Exklusion eigentlich und nicht der Großprojekt.

00:06:19: Aber das eine hängt mit dem anderen eben zusammen.

00:06:20: darum geht es mehr auch im Kern hier heute.

00:06:23: Und Turin, es würde ich sagen ein gutes Beispiel dafür wie es nicht sein sollte.

00:06:28: Es gab sehr viele olympische Spiele seit deiner Zeit mit einigen Unterbrechungen.

00:06:34: Aber gibt es vielleicht eine oder zwei Beispiele wo Sie sagen würden zumindest das ist gelungen?

00:06:40: Ich denke zum Beispiel immer an das Olympische Dorf in München.

00:06:43: aber vielleicht ist auch das falsche Beispiel.

00:06:45: haben sie vielleicht noch ein anderes Beispiel?

00:06:46: da ist es das richtige Beispiel wie eine sinnvolle Weiternutzung gelingen kann.

00:06:51: Ja, also dass die Städte in München ist sicherlich heute erst mal gut integriert.

00:06:57: In die Stadtstruktur so würde ich sagen dadurch das da auch ein hoher Anteil studentischen Wohnraums geschaffen worden ist finde ich das ehrlich gesagt noch näher an dem dran.

00:07:05: was mir so auch vorstellt wie eine gute sagt sich immer so schnell ne?

00:07:09: So eine gute Stadtentwicklung aussehen sollte.

00:07:12: Die U-Bahn wurde damals gebaut.

00:07:13: in dem Kontext und hat sicherlich auch stark zur Anbindung der Stadt und auch zur Mobilität der Stadt beigetragen würde ich jetzt doch erstmal vorsichtig als was Positives hervorheben.

00:07:24: Hat also München, hat die Stadt München?

00:07:26: Hat die Region München von Olympischen Spielen tatsächlich profitiert so wie man es ja fast immer den Ausrichterstätten ich sag's auch mal vorsichtig zumindest in Aussicht stellt?

00:07:36: Ja das lag vielleicht nicht daran wie die Spiel wie die Spiele organisiert worden sind und welches Konzept für Olympia dahinter stand sondern geht vielleicht ein bisschen darum dass wir noch in einer anderen Zeitlichkeit drin waren Insgesamt also die Vermarkten der Stadt nicht so ganz deutlich war, dass wir nicht versucht haben nur noch eben unsere Großprojekte an solche großen Events zu koppeln.

00:08:00: Sondern statt Planung und Stattentwicklung noch etwas... Ich sage ja diesen altmodischen Begriff vorhin schon an dem Gemeinwohl orientiert haben.

00:08:08: So altmodisch ist er vielleicht auch gar nicht.

00:08:10: Er wurde gerade den Leipzig Charter auf EU-Ebene nochmal betont.

00:08:13: dort wurde nochmal deutlich gefordert Auch in den neuen Leipziger Charter das Stadtentwicklung gemeinwolle orientiert sein sollte.

00:08:21: Halten Sie es denn überhaupt für realistisch?

00:08:22: Ich meine, das sind ja immer Mammut-Veranstaltungen.

00:08:24: Bleiben wir mal bei Olympia!

00:08:26: Bei gigantischen Veranstaltung die... ganze Regionen betreffen, ist es überhaupt realistisch?

00:08:31: Dass da alles irgendwie nachhaltig ist.

00:08:33: oder muss man immer mit gewissen, ich sage mal etwas der Lobkollateralschäden rechnen und sagen naja wir haben ein schönes olympisches Dorf.

00:08:40: Wir haben den U-Bahn bekommen.

00:08:41: ah es gab auch ein paar unschöne Seiten.

00:08:43: die sind bis heute nicht wirklich aufgearbeitet.

00:08:45: muss man mit sowas immer rechneten oder kann das auch rein theoretisch mal gelingen raumplanerisch nachhaltigt so zu denken dass Olympia wirklich einen ganz großer Wurf im Sinne des Gemeinwohls werden kann?

00:08:58: Also in meiner Forschung beschäftige ich mich mit Nachhaltigkeitsfragen, aber nicht so dass sich nur mit dem erhobenen Zeigefinger durch die Gegend laufeln sagen würde das ist jetzt nachhaltig und das ist nicht nachhaltiger tut mir leid sondern mich interessiert eigentlich eher wie viel mehr.

00:09:11: was verstehen wir unter Nachhaltigkeit wenn wir etwas bezeichnen.

00:09:16: Diese Aufladung, die finde ich ganz spannend weil man dann doch Unterschiede verstellen kann.

00:09:19: Einerseits eben halt Dinge die eher transformativ sind also ein Wandel der Gesellschaft und auch der Gesellschaftssysteme irgendwie voran bringen möchte und auf der anderen Seite auch Dinge hat mein Kollege aus Wien als die Nicht-Nachhaltigkeit bezeichnet Also Dinge die irgendwie nachhaltig sind aber irgendwie auch nicht den Wandel verfolgen weiter wie bisher verhaftet sind.

00:09:41: Wenn man also diese Kategorie oder diese Perspektive erstmal anlegt, dann kann man am Ende nicht sagen dieses Olympia- oder diese Sportveranstaltung ist nun wirklich nachhaltig und diese nicht sondern es geht eher darum welche Ziele und auch welche Veränderungen haben sie bewirkt?

00:09:55: Und wir haben sie auch so eine Stadtgesellschaft weitergebracht ... und haben sie aber nach dem Positiven, den Negativen gefragt.

00:10:00: Das verstehe ich auch total.

00:10:02: Ich würde es auch machen im Umgekehrtenfall... ... und ich weiß auch dass die Gesellschaft immer irgendwie nachts so dem Guten und dem

00:10:08: Nichts-so-Guten startet.

00:10:09: Ja man denkt noch ein bisschen in Staatsmeisterkategorien.

00:10:11: Ja das ist total

00:10:11: verständlich!

00:10:12: Aber... Aber hier ist es in dem Fall vielleicht gar nicht so hilfreich.

00:10:16: Ich bin also deswegen ja auch nicht dafür oder dagegen, dass Olympia hierher kommt und ich finde die Bevölkerung muss das entscheiden.

00:10:21: Und ich kann sehr gut nachvollziehen, dass Hamburg sich da gegen entschieden hat.

00:10:25: Ich glaube, es ist am Ende aber eine Frage was möchten... Was verknüpfen wir damit?

00:10:30: In welcher Hinsicht möchten wir uns verändern?

00:10:33: Ich finde erstmal Sportveranstaltungen, was total Grundpositives.

00:10:36: Ich finde es auch sehr schön an einer Atmosphäre oder sehr wischenswert an der Atmosphere als Gedätschaft für Athletinnen zu schaffen, in denen die sich wohlfühlen können, ihren Sport austragen können und so weiter.

00:10:48: Und das hat eben nachher auch mit planerischen Aspekten zu tun.

00:10:51: Wir erinnern uns alle an die Winterspiele gerade wo auch gerade vonseiten der Athletinnen und Athleten ja gerade kritisiert worden ist dass die Spielstätten so stark und weit aus einer stark fragmentiert waren und weitaus Händerlagen sodass dort dieses gemeinsame Gefühl nicht aufkam.

00:11:06: Das ist was ich sehr gut nachvollziehen kann Also ein Positives.

00:11:10: Spiele müssten bereits dort beginnen und sagen, ich brauche eben etwas.

00:11:13: Das zwar einerseits nicht so ganz zentriert nur ist auf einen Standort.

00:11:16: da fand ich den Ansatz für NRW ja auch erstmal nachvollziehbar.

00:11:19: Gleichzeitig aber auch nicht diese Zersplitterung ermöglicht die dann vielleicht auch so ein Sportgefühl irgendwie zerstört.

00:11:28: Oft redet man, Herr Mössner, in dem Zusammenhang ja auch von Kosten und Risiken, die man eingeht?

00:11:33: Klar!

00:11:34: Auf der anderen Seite Sie haben jetzt einen Aspekt angesprochen den würde ich mal unter der Rubrik sehen.

00:11:39: Deutschland kann sich dann auch als weltoffenes Land zeigen als sportbegeistertes Land.

00:11:44: Der Tourismus profitiert davon.

00:11:47: Vielleicht auch langfristig kommt Deutschland wieder in positive Schlagzahlen, daran mangelt es uns ja manchmal im Moment.

00:11:54: Sind das auch Dinge die man dann irgendwie berücksichtigen muss?

00:11:57: oder sollte vielleicht nicht sie als Raumplaner unbedingt?

00:12:00: Aber so insgesamt bei einem solchen großen Ereignis was meinen Sie?

00:12:04: Ich glaube das sind total wichtige Aspekte.

00:12:06: Die fallen nicht mehr ganz genau in meine Fachlichkeit hinein, aber das sind ganz wichtige Aspekte die sich mit Sportveranstaltungen verbinden und ich halte der Sportveranschaltung auch für grundsätzlich erstmal auch politisch integrativ.

00:12:19: Ich finde dass man bei den Austragungstätten vielleicht wenn man wieder auf so räumliche Kontexte schaut dann eben auch beachten sollte, dass nicht nur für die Athletinnen und Athleten so eine Cohesion geschaffen wird.

00:12:31: Sondern das auch für die Menschen, das erreichbar sein kann.

00:12:33: Dass also Sport nicht mehr nur etwas ist was ich irgendwie im Fernsehen marginalisiert irgendwo da sehen kann sondern an dem ich auch teilhaben kann.

00:12:41: Und zwar als ganze Gesellschaft.

00:12:43: damit muss ich mich öffnen auch für Quartiere und für Veranstaltungsräume... Also für alle möglichen unterschiedlichen Veranstaltung Räume.

00:12:51: Paris hat ja zum Beispiel ein solches Konzept, dass man in der Szene geschwommen ist Dass man als Zuschauer das Gefühl hatte, mein Gott, wo immer ich mich in der Stadt gerade bewege.

00:13:00: Irgendwo ist grad was los hier findet Basketball statt da schwimmen sie grade durch meinen Fluss.

00:13:04: also das klang zumindest oder sah zumindest sehr nahe aus.

00:13:07: hatten Sie auch diesen

00:13:08: Eindruck?

00:13:09: Ja, ich glaube Paris wurde dafür auch sehr gelobt.

00:13:11: Ich erinnere mich an das Schwimmen im fluss noch.

00:13:13: ich glaube die Triathletinnen war nicht so begeistert weil

00:13:16: der Wasserqualität viel getrunken werden.

00:13:19: die da nicht

00:13:19: haben Augen auf bei der Sportwahl.

00:13:22: Aber ich glaube, Paris war da schon interessant für.

00:13:25: Und sie sind ja auch in die Perfereien gegangen, wenn ich das richtig vor Augen hatte und haben dort Spielstätten gewählt – genau!

00:13:30: Wenn dann Ticketpreise noch so sind, dass alle teilhaben können, dann ist das, glaube ich, eine gute Sache.

00:13:35: Es hat also mit Gerechtigkeit und Fairness zu tun.

00:13:39: Kommen wir mal weg ein bisschen zumindest von den olympischen Spielen und gucken mal auf Groß-Events insgesamt?

00:13:44: Beispielsweise Bundesgartenschauen, Fußball-, Weltmeisterschaft oder Bauerstellung….

00:13:51: Ereignisse, wo Sie sagen ja das ist so für die interessiere ich mich auch weil sie auch raumplanerisch für mich eigentlich eine ähnliche kategorie darstellt.

00:14:00: oder unterscheiden sich diese ereignisse.

00:14:02: Die alle durch größere beeindrucken?

00:14:04: zunächst mal oder unterschreiben sie sich in ihren fachlichen kategorien denn doch voneinander?

00:14:12: Also wir diskutieren das in dem Fach unter dem schlicht Wort der Festivalisierung der Stadtentwicklung und damit meinen wir vor allem zwei Dinge.

00:14:19: Einmal beobachten wir, dass seit den neunzehnachtiger und den frühen neunzelneunziger Jahren in vielen europäischen und nordamerikanischen Städten häufig Festivals durchgeführt werden und an diese Festivals eben auch dann Stadtentwirklungsprozesse aufgehangen werden.

00:14:34: Diese Festivals organisieren, das sagte mal der Kollege Ibert für die AIL.

00:14:38: So fand ich einen sehr schönen Ausdruck.

00:14:39: Sie organisieren Einzigartigkeit.

00:14:41: also sie suggerieren erstmal und da sind es ja auch dass für den Moment jetzt etwas passiert.

00:14:46: wenn man an dieser Einzig-Artigkeit aber Dauerhaftigkeit dran hängt in Form von Stadtentwicklung dann können daraus auch Reibungen passieren.

00:14:53: darauf Schauen wir dann eben.

00:14:55: Sie sind auch sehr zeitlich verdichtet, es kommt Publikum medial im Aufmerksamkeit zusammen und man kann das sehr gut mobilisieren natürlich für positive Ziele die haben sie ja vorhin schon angesprochen also so ein Image zum Beispiel oder vielleicht auch politische Botschaften die man dann über auch geopolitische Verwerfung hin transportieren kann Frieden z.B.

00:15:12: um mal einen Wort zu nennen dass gerade auch vielleicht zu selten ausgesprochen wird.

00:15:17: Im zweiten wäre es dann so Festivals auch eingebettet sind, also ganz stark diese Festivals eben sehr stark eingebattet sind in Stadtenwicklungsstrategien.

00:15:27: Ja das war es vielleicht auch schon in der Antike aber heute und in den Achtziger, Neunzigern haben wir noch mal gemerkt dass alles diese Schraube sich nochmal ganz ganz stark angezogen hat und eben sehr viel stärker geworden ist.

00:15:40: Der Selbstzweck des Sportereignisses tritt also bisweilen im Hintergrund.

00:15:44: Es geht dann nicht mehr um die olympischen Spiele und die sportliche Leistung sondern es geht eher um einen Kristallisationspunkt der Stadtentwicklung, an dem dann bestimmte Investitionen getätigt werden.

00:15:55: Und diese Investition sollten ja idealerweise dauerhaft sein und sie werden aber, sie kristallisieren sich aber an diesem einzigartigen Ereignis Wie

00:16:02: zum Beispiel Olympia-II in München wo immer noch die Idee Uber ein bisschen heute hervorgehoben wird

00:16:09: Genau, nur dass die U-Bahn eine Dauerhaftigkeit hatte.

00:16:12: Was

00:16:12: ja gut ist oder nicht?

00:16:13: Das ist total gut und in Turin ein Shoppingcenter gebaut wurde das für den Moment nur gut war.

00:16:19: Jetzt reden wir über die Neunzigerjahre und eben nicht über die SiebzigerJahre.

00:16:23: Da haben wir auch ein anderes ökonomisches Umfeld gehabt.

00:16:27: Wir hatten eine andere Gesellschaftsordnung, die sich seit den Neunzigern noch mal verändert

00:16:34: hat.

00:16:34: Wenn sie von der Festivalisierung sprechen müssen ... Wie Sie sind oder Sie betrachten olympische Spiele ähnlich wie Bundesgarten schauen?

00:16:43: Also, ich schaffe das erst mal dass man auch vielleicht sinnvollerweise zerstrittene Positionen überdecken kann.

00:16:50: Dass man auch Mehrheiten mobilisieren kann, dass man vielleicht marginalisierte oder partikulare Stimmen eben nicht mehr so deutlich hört weil sie unter diesem Regenschirm des sportlichen Ereignisses für das ja auch irgendwie alle sind also zudecken kann.

00:17:06: Also niemand ist ja irgendwie gegen Olympia, ehrlich gesagt alle finden Weltmeisterschaften gerade toll wenn die... Bestimmte Mannschaften.

00:17:13: Wobei

00:17:13: ich schon den Ahnung habe, dass so Ereignisse für Olympia oder auch vor allem Fußball-Weltmeisterschaften durch die Rolle der FIFA irgendwie eine andere Aura mit sich bringen als ein Bundesgartenschau.

00:17:22: Bundesgartenschau klingt in meinen Ohren, das ist aber netter sind viele schöne Blumen da kommen die Leute hin und da trinken man Käffchen und alles ist gut.

00:17:29: Die korrupte FIFA und Olympia ist doch alles Gigantismus.

00:17:34: also das Image ist auch komplett anders.

00:17:36: Aber aus ihrer Sicht, aus ihrer Raumplanungssicht sehen sie schon parallel auf denen

00:17:41: Punktvolltig

00:17:42: hinaus.

00:17:42: Genau,

00:17:42: ich würde da schon auf jeden Fall Parallelen sehen.

00:17:45: Ich würde ihn aber auch nicht widersprechen wollen und würde auch das gleichsehen, würde sagen dass es anderes noch mal etwas stärker politisiert.

00:17:51: Aufgrund von doch schwierigen Zuständen die wir ja bisweilen auch mit erlebt haben.

00:17:56: Sind Bundesgartenschauer nicht per se um bei dem Beispiel man zu bleiben auf Nachhaltigkeit angelegt?

00:18:01: Da geht es ja nicht darum, irgendwelche Bauten nachträglich noch zu legitimieren oder nachzunutzen.

00:18:06: Das ist halt ein schöner großer Garten und den kann ich natürlich auch in zwanzig Jahren mir noch anschauen.

00:18:11: Also haben solche Großereignisse nicht sowieso viel leichter den Anspruch der Nachhaltigkeit zu erfüllen?

00:18:17: Also Olympia ist sicherlich so die Speerspitze dessen was man machen kann das das teuerste größte und bekannteste Event dass wir machen können.

00:18:26: dagegen ist eine Landesgartenschau Bescheidener, würde ich sagen.

00:18:31: Und dennoch ist es eben doch ein singuläres Ereignis wo man versucht in einem Raum etwas zu verändern als Event und an das auch bestimmte dauerhafte Entscheidungen dranghängen.

00:18:43: also es gibt schon auch Bundesgartenschauen in denen auch noch mal Wohnquartierungen gestaltet worden sind in Frankfurt beispielsweise damals wurde übrigens die U-Bahn Verlängerheit in Frankfurt als ich meine Landes- oder Bundesgartenschau dort in Genheim errichtet worden dass wir es glaube ich irgendwann in den Achtzigern gewesen.

00:18:58: Sie haben jetzt schon mehrfach darauf hingewiesen Herr Messner, dass es Ihrer Einschätzung nach sinnvoll ist und auch zum Prozess dazu gehört die Bevölkerung einzubeziehen.

00:19:05: Würden sie sagen das immer sinnvoll?

00:19:07: Also auch bei vergleichsweise kleinen Landesgartenschauen im Vergleich zu Fußball-Weltmeisterschaften Ist das in jedem Fall sinnvoll um die Legitimation den Zuspruch zu erhöhen?

00:19:18: oder würden sie sagen in dem Fall muss man's, in dem muss man es eher nicht.

00:19:21: schwieriger Punkt und Sie werden, Sie merken schon sie bekommen die nächste vielleicht vermeintlich ausreichende Antwort.

00:19:28: Sie ist es aber eigentlich gar nicht.

00:19:30: Ich würde nicht grundsätzlich nur sagen Es gibt diese Beteiligung und ja dies immer gut.

00:19:34: Es gibt unterschiedliche Formen von Beteilligungen Und dann müssen wir genau hingucken wie wir beteiligen und mit welchem Ziel Wir auch beteiligt und über welche Fragen wir auch beteilen.

00:19:45: ich könnte mir durchaus vorstellen dass es fragen gibt die von so großer Bedeutung auch sind, auch vielleicht ethische Natur sind.

00:19:54: Dass ich mir gar nicht vorstellen könnte darüber jetzt ein Pläbistit zu machen oder eine Abstimmung zu machen ohne genügend informiert zu haben darüber.

00:20:03: Andere hingegen glaube ich sind sehr sinnvoll in die Stadtgesellschaft hineinzutragen.

00:20:07: Es ist aber schwierig solche Entscheidungen in die Stattgesellschaft hineinzuttragen.

00:20:10: das haben wir auch kürzlich hier im Münster gesehen.

00:20:13: Dann hängt auch so ne politische Entscheidung nachher an der Frage wie es informiert worden wäre oder was hat besser oder schlechter informieren können, wie sehen Zugänge zu Informationskanälen?

00:20:23: Und wie mobilisiere ich denn dann am Ende auch eine Wählerschaft?

00:20:26: Also solche Beteiligungsverfahren sind ja erst mal auch manipulierbar in einer gewissen Weise.

00:20:31: Aber dennoch haben Sie, gell, ich hab' am Anfang, ich geh' die Terranerie gesagt Die Hamburger haben sich jetzt nochmal entschieden, wie sie sich entschieden haben.

00:20:36: Würden Sie sagen das ist der Prozess, wie die Hamburger sich entschieden habe, dass man also eine richtige Abstimmung an einem Sonntag, also wie so ne Bundestagswahl jeder konnte hingehen Jahr oder nein sagen Das ist ja auch ein bisschen plakativ Jahr oder Nein aber es ging irgendwie nicht anders, aber es ist trotzdem gut und richtig so gewesen.

00:20:51: was meinen Sie?

00:20:53: Also?

00:20:53: mein Andruck wäre schon, dass es für Hamburg positiv und richtig war.

00:20:57: Weil einmal seitens erkennt nehme ich die Stadt aus meiner langjährigen Kieler Beobachtung am Rande der Stadt sozusagen war, dass es dort schon eine sehr stark engagierte Bürgerschaft gibt die für ihre Stadt auch entscheidet und das gewohnt ist auch mit zu entscheiden.

00:21:13: Wir reden auch bei Hamburg ja über einen begrenzten Raum.

00:21:16: Das ist also eine Stadt am Ende nicht nur im Bundesland, dass darüber entscheidete.

00:21:19: ich könnte es mir bei so einem Flächenland wie ein NRW schwieriger vorstellen.

00:21:23: Ich selbst habe wir driften bisschen ab jetzt in der Schwierige.

00:21:25: Meinen Sie schwieriger die Zustimmung zu organisieren oder schwieriger abzulehnen?

00:21:30: zu fragen.

00:21:31: Ich habe das in Baden-Württemberg erlebt für Stuttgart I, indem am Ende auch dann die Frage, die ich dann der Wahlkabine beantworten sollte so kompliziert war dass ich es dann auch nicht mehr richtig wusste was jetzt dagegen und dafür wäre.

00:21:42: aber es ist natürlich total kompliziert auf so einer großen großen Ebene so viele Menschen abstimmen zu lassen die letztendlich am ende auch vielleicht gar nicht tangiert sind davon.

00:21:52: Ich glaube dass wir also vielleicht nicht nur über diese frage der Abstimmung reden sollten wenn auch bei vielleicht einer positiven Votum für Olympia uns überlegen müssten, wie nehmen wir denn lokale Bevölkerung mit in deren Quartieren das passiert?

00:22:08: Die vielleicht auch anderweitig davon betroffen sind.

00:22:10: Und da gibt es ja unterschiedliche partizipativen Methoden auch mit Menschen zusammenzuarbeiten.

00:22:15: Können

00:22:15: Sie mal ein oder zwei nennen, dass sie sagen, das ist auch eine Partizipative Form die über diese große Frage, die ich am Sonntag mit Ja oder Nein beantworten muss, hinausgeht und die vielleicht etwas quartiersmäßiger angelegt ist also bisschen kleiner?

00:22:29: Also ich kann das mal versuchen.

00:22:31: Nun stellt sich ein bisschen die Schwierigkeit, dass ja diese Olympia in NRW noch gar nicht da ist und ich deswegen gar kein konkretes Beispiel beziehen kann.

00:22:39: aber beispielsweise wenn es denn dann um um verkehrliche Mobilität geht oder die Frage, wie geht man mit solchen fließenden und ruhenden Verkehren dann an?

00:22:48: Um dass man sich über Dialogverfahren oder Werkstätten mit Anwohnern zusammensetzt.

00:22:53: Und gemeinsam überlegt was ist denn für euch tragbar und was ist für euch nicht tragbar?

00:22:57: Was würde euch vielleicht auch darüber hinaus sogar noch nutzen?

00:23:00: Ich wollte U-Bahn.

00:23:02: also Wie könnten wir in ÖPNV Verkehr auch organisieren der jetzt nicht uns nur gut zu den Sportstättern bringt sondern der vielleicht auch Darüber hinaus für die Stadtgesellschaft?

00:23:12: Also weg kommen von dem, deswegen zitierte ich das vorhin.

00:23:16: Was eben diese organisierte Einzigartigkeit betrifft.

00:23:19: Sondern eher an die Dauerhaftigkeit auch nennen und da die Bürger möglichst früh so graswurzelmäßig einbeziehen wenn ich sie richtig verstehe?

00:23:27: Kann man machen.

00:23:28: also es ist natürlich jetzt abhängig von worüber wir konkret reden.

00:23:31: Klar

00:23:32: was sagt zumindest in welchen Dimensionen Sie denken und auch dass man wirklich an die Basis rangehen sollte ... an die Quartiere, jetzt ist ja Köln rein Ruhe zum Beispiel im Gespräch.

00:23:41: Da müsste man dann auch genau überlegen wen tangiert das alles und wem beziehen wir da in welcher Form mit ein?

00:23:48: Ja

00:23:48: und wie...in welcher Hinsicht möchte sich auch so eine Region oder dann auch die Stadt dir als Kern sich kristallisieren sollte wenn ich das richtig verstanden habe in der Bewerbung.

00:23:58: In welche Richtung möchte sie sich entwickeln und wo ist es sinnvoll auch diese Einzigartigkeit also zu überkommen.

00:24:05: Das wäre eigentlich so ein bisschen das Ziel.

00:24:06: Und das gilt natürlich auch für Investitionen.

00:24:08: Es ist total sinnvoll, erstmal eine Investition zu tätigen die sehr kurzfristig auf touristische Vermarktung und irgendwie vielleicht auch einen... Also da habe ich gar nichts gegen das wie man sagt, ich investiere hier und habe dann noch etwas davon aber es muss eben mal diese Einzigartigkeit oder diesen einzelnen Moment überdauern können.

00:24:27: Also ein bisschen langfristiger denken und das schließt einander.

00:24:29: Wenn ich sie richtig verstehe, weiß man ja nicht aus dass man einerseits natürlich diesen kurzfristigen Effekt abschöpft aber andererseits das andere schon durchaus mitdenken kann.

00:24:38: Ja genau es muss also auch weiter möglich sein, dass man politisch streiten kann.

00:24:42: Dass man nichts sagt wenn du dagegen bist, bist du aber gegen Olympia und gegen die deutsche Fußball Nationalmannschaft oder die Kartenau Bundesgartenschau ist glaube ich nicht so ganz.

00:24:50: Da ist es

00:24:51: ein

00:24:52: bisschen einfacher auf jeden Fall, ne?

00:24:53: Sondern dass man trotzdem auch an der Sache weiter streiten darf und streiten kann ohne das eben dieses vermeintlich konsensorale da drüber gedeckt wird.

00:25:03: also Olympia zum Beispiel wogegen wir ja eigentlich alle nicht sind.

00:25:07: Also dass das Weiterpartikularinteressen oder auch Minderheiten Interessen auch eine Bedeutung erlangen können Genau, das klingt jetzt so abstrakt.

00:25:15: Aber dass man zum Beispiel weiß auch für Anwunde in einem weniger privilegierten Stadtteil ist der Zugang zum Rhein vielleicht immer noch wichtig und auch wenn er jetzt eine total schöne Tribüne wäre und dann später in irgendwas Festivalartiges umgestaltet werden könnte für wenige.

00:25:32: Ich mache jetzt einfach so ein abstraktes Beispiel, dass ich gar nicht weiß was im Rhein geplant ist.

00:25:37: Soweit sind die ja noch gar nicht.

00:25:38: Sie haben anfangs schon angedeutet, dass sie sich Turin mal etwas näher angeschaut haben und dazu auch Untersuchungen gemacht haben, geforscht haben... Bevor wir auf die Ergebnisse zu sprechen kam, zumindest auf einige wenige vielleicht.

00:25:51: Die wichtigsten?

00:25:52: Warum gerade Turin?

00:25:53: Warum haben sie sich Turin angeschaut?

00:25:56: Weil es ein besonders bekanntes Beispiel war oder weil sie gerade zu viel hin und näher waren oder weil es ein wissenschaftlich besonders interessantes Ergebnis versprach?

00:26:06: Vielleicht hört ja auch der oder die eine Studentin oder Student zu, dann würde ich ein wenig auswohlen und würde sagen Ich habe Erasmus gemacht.

00:26:11: Und ich finde Erasmuss eines der ganz großen Errungenschaften universitärer Europa.

00:26:17: weiter, universitäre Politik nämlich dass man Studierende dazu bringt in andere Länder an andere Standorte zu kommen.

00:26:22: so bin ich nach Italien gegangen gar nicht nach Turin sondern nach Kalleri.

00:26:25: da war es ein bisschen wärmer Die Sonne schienen häufiger und das Meer war um die Ecke.

00:26:30: aber ich hab dort Italien kennengelernt und das dann auch in meiner Forschung weiter begleitet Mailand gemacht, meine Diplomarbeit.

00:26:36: Dann später mal eine Doktorarbeit und Turin ist so ein bisschen die kleine Schwester neben dran und die fand ich immer auch spannend im Schatten von Mailand und habe mich dann auch mit Turin sehr stark beschäftigt.

00:26:47: dort vor allem auch Fragen der Stadtpolitik auch der Frage oder Rolle von sozialen Bewegungen in der Stadt Politik naja.

00:26:55: und so kommt man eben dann auch zu diesem Turiner Olympia Standort.

00:26:59: es gibt verschiedene Standorte.

00:27:00: ich habe für einen einen den ich gleich auch ein bisschen skizzieren möchte

00:27:04: Genau, kommen wir ruhig jetzt auf der Details so langsam aus sich ein bisschen zu sprechen.

00:27:07: Ich weiß das immer in den wenigen Minuten, die man hier hat sehr holtschnittartig über die Bühne geben muss.

00:27:13: aber wie ist es?

00:27:14: Welche wichtigen Ergebnisse haben Sie aus den Olympischen Spielen und der Nachnutzung vielleicht von Turin gezogen?

00:27:22: was ist Ihre Bilanz wenn ich das so salopp sagen darf?

00:27:25: Naja der Standort oft den ich auch immer gerne mit Studierende auf Exkursionen... Wir machen sehr viel Exkussion der Geografie dort Den besuchen wir dann auch immer und gehen dorthin.

00:27:34: Das ist das alte Fiatwerk, also das Werk in dem die Fiatwerke ansässig waren bevor sie dann raus in die Peripherie jetzt gezogen sind wo sie heute noch sind.

00:27:44: Das sind sehr schönes Gebäude.

00:27:46: aus den zwanzigeren hat oben aufm Dach eine Teststrecke, die finde ich sehr spektakulär weil sie am Oval des Gebäudes und an den Kurven geht die Teststricke dann auch so steil hoch.

00:27:55: Da

00:27:56: muss aber mal ein großes Dach sein oder?

00:27:57: Ja es ist

00:27:57: schon ein ordentliches Gebilde, es sind allerdings auch noch kleinere Autos gewesen Und jeweils an den Enden des ovalen Gebäudes konnte man dann auf so Kreisen hochfahren mit dem Fahrzeug.

00:28:10: Also irgendein spektakuläres Gebäude und im Jahr war das leer und auch das Quartier angrenzend hat wie Gesamt-Turin eben sehr starke strukturelle Probleme gehabt.

00:28:20: Turin hat durch die Deindustrialisierung massiv Einwunde verloren, hat große ökonomische Reichweite verloren, Turin ist eine arme Stadt eigentlich Und es gab dann verschiedene Bemühungen natürlich aus diesem Strukturwandel zu begleiten.

00:28:36: Und einer der Hoffnungstrengen für die damalige Politik war eben dann im Jahr die Winterspiele.

00:28:42: Das heißt, man verwandt auch als Vorgeh der D-Unisterialisierung Hoffnung mit Olympia ein Aufschwung, eine Aufmerksamkeit, Investition und so weiter was man häufig mit Olympian verbindet?

00:28:56: War das auch im Fall Tourinen da so?

00:28:58: Turin war ein Industriepolitisch motiviertes Event.

00:29:01: So wird das auch in der Strategie beschrieben und ich glaube genau, dass ist der Punkt.

00:29:04: Jedes Olympia ist eben nicht nur Sport-Eiglis sondern noch viel mehr als das.

00:29:09: Und das wird in Turin besonders deutlich.

00:29:11: Turina hat glaube ich drei oder vierhunderttausend Einwunde verloren also eine wahnsinnige Zahl auch innerhalb weniger Dekaden und steht jetzt im Prinzip mit der Brache da.

00:29:21: einerseits dieses schöne Gebäude aber auch eine Industriebrache.

00:29:24: Da ist auf der anderen Seite dann wahnsinnig viele Bahnanlagen, über die so eine spektakuläre Brücke dann auch rüber geht.

00:29:30: und dann kommt man eigentlich zu den Hallen wo früher die arbeitende Bevölkerung aus dem Arbeiterstattteil eben halt dann zur Schicht in die Fabrik lief.

00:29:38: Und diese Ecke hat man sich ausgesucht ganz gezielt und hat dort dann versucht.

00:29:43: also Presse war dort glaube ich Pressehallen und verschiedene andere Infrastruktur von Olympia.

00:29:47: es geht gar nicht um Sportstätten.

00:29:48: jetzt es geht tatsächlich um diese Begleitinfra Struktur, die hat man dort hingesetzt in so Glaskubi.

00:29:56: Die auch noch mal diesen ganze Areal irgendwie in eine touristische Verwertung reingebracht

00:30:00: haben.".

00:30:01: Und was hatte man damals der Bevölkerung oder der Öffentlichkeit versprochen?

00:30:05: wie es nach Olympia damit weitergehen soll mit dieser alten Halle?

00:30:09: Na die Hoffnung war also diese gesamte Aufmerksamkeit auch in dieses vernachlässigte Quartier hineinbringt.

00:30:18: Und dann auch konkrete Infrastrukturverbesserungen hatte man versprochen.

00:30:23: Der Vierteile selbst ist mittlerweile Teil der Universität da drin und aber hauptsächlich ein Shoppingcenter, das ich noch nie so ein leeres Shopping Center erlebt habe in meinem Leben.

00:30:33: Also das hatte man da reingebaut und es wurde von namenhaften Architekten umgewandelt.

00:30:38: Es sind immer die großen Architekturenamen, die dann solche großen Events und große Projekte befördern.

00:30:44: Aber

00:30:45: unter dem Strich... Hat sich das nicht so bewahrheitet, wie man es seinerzeit in Aussicht gestellt hat bzw.

00:30:51: sicher hofft hat?

00:30:52: Das Luxushotel, dass auch noch neben dran steht ist glaube ich von deutschen Touristinnen bevölkert und geht gut.

00:30:58: Der Shopping Center ist total leer die Brücke gibt's auch noch über die Bahnenanlagen.

00:31:02: und was dann diese Pressehallen waren sind diese Glaskubi sind alle kaputt zerstört und liegen da.

00:31:08: jetzt brach seit also mindestens kurz nach... ... dem ich das erste Mal da war, im Jahr two-thousand neunzehnt.

00:31:13: Wenn es

00:31:13: dir richtig versteht ist, dass aber nur ein Teil der gesamten Olympia-Infrastruktur... Was können Sie insgesamt zu Turin auch vielleicht sagen?

00:31:22: Hat sich das trotzdem für Turin rentiert gelohnt auf welcher Weise auch immer!

00:31:27: Ich würde doch noch mal ganz kurz, wenn Sie erlauben zu dem ein Beispiel zurückkommen weil das ist ja nicht nur dass es jetzt kaputt ist.

00:31:32: Es ist ja doch irgendwie auch was was man in dieses Quartier hinein kommuniziert.

00:31:35: Wenn man kompensiert diesen Menschen genau hier wohnt ihr und hier arbeitet ihr dann gibt es diese Arbeit nicht mehr.

00:31:41: Dann haben wir dort all die damit einen hergehenden Probleme mit hoher Arbeitslosigkeit usw.

00:31:46: Auch einem gewissen Verfall materiell sozial alles mögliche.

00:31:51: Und dann kommt irgendwie dieses, dann sagt man hier Olympia ist da.

00:31:54: Jetzt wird alles gut!

00:31:55: Ja jetzt kriegt ihr euer Shoppingcenter, ihr werdet wieder im Mittelpunkt stehen und dann fällt das alles wieder zusammen.

00:32:01: Und ich glaube das sind Momente wo man sich genau überlegen muss... Ist das eine gute Politik für so ein Quartier auch?

00:32:08: Was kommunizieren wir den Menschen eigentlich?

00:32:10: Es waren Winterspiele, es sind auch sehr viele Winterspielstandorte in den Bergen passiert.

00:32:15: die sind unterschiedlich nach genutzt worden, manche konnten nach genutsen werden manche nicht.

00:32:20: spielt auch Missen die Schneeverfügbarkeit, die man vielleicht noch nicht genau vorhersagen konnte.

00:32:25: Eine Rolle ich kenne auch Ecken.

00:32:27: diese sind wirklich auch verfallen da ist nichts mehr.

00:32:30: andere werden gut nach genutzt.

00:32:31: es müssen schwierig das so pauschal zu sagen und Und dass ist vor allem auch deswegen schwierig so pauschal zu beantworten weil die frage ist für wen war es gut?

00:32:40: Ich bin mir sehr sicher Es war für manche Menschen schon sehr gut und hat sich total rentiert würde man so sagen und für sehr viele andere Menschen eben nicht.

00:32:47: Und ich glaube, diese Selektivität ist das Entscheidende.

00:32:50: Glauben Sie denn, dass es möglich ist, dass so ein Großereignis – egal ob es jetzt Fußball, WM oder Olympia – für alle Menschen gut sein kann?

00:32:58: Ja wenn wir nicht nur auf die touristische Wertschöpfung gucken auch, aber eben nicht nur!

00:33:02: Wenn wir nicht einfach auf die Kurzzeitigkeit der Investitionen gucken, wenn wir keine Idee haben, dass sich mit einem solchen Großeregnissen eine Investition entfalten sollte kurzfristig große Rendite erwirtschaftet, sondern vielleicht auch langfristig eben für gesellschaftene Relevanz hat.

00:33:20: Zum Beispiel in U-Bahn oder irgendwie im Park oder was auch immer das danach ist am Ende.

00:33:26: Es kann übrigens Wohnraum sein.

00:33:28: dann glaube ich kann das eine gute Verbindung sein zwischen diesen Events und einer Stadtentwicklung.

00:33:35: Wenn man sich die Geschichte von Olympia oder von anderen großen Ereignissen anguckt, ich weiß dass sie ja eher die Festivalisierung insgesamt im Blick haben.

00:33:43: Hat man aber schon als Beobachte wie ich es beispielsweise mit den Einungen, naja das versprechen wir jedes Mal, aber ganz ehrlich ist ja noch nie eingehalten worden.

00:33:51: also ist das nicht eine Illusion, die wieder vor uns her treiben?

00:33:57: Dass das wirklich komplett gelingen kann, dass wir alle mitnehmen.

00:34:00: Dass nachher alle sagen ich bin zufrieden und hatten mal was von.

00:34:03: Ist das nicht etwas wo man sagen muss?

00:34:05: Nee also das wird uns nie gelingen!

00:34:06: Wir versuchen das bestmögliche rauszumachen.

00:34:09: aber dass alle nachher Hurra schreien?

00:34:11: Ja genau da bin ich natürlich bei.

00:34:13: ihnen würde auch sagen wir können nicht auf alle irgendwie schauen Aber man kann doch mal gucken irgendwelche.

00:34:19: Also so heterogen sind wir ja nicht sondern es gibt ja unterschiedliche Interessensgruppen in in Stadtgefüge.

00:34:26: Und man kann schon sagen, doch ich kann unterschiedliche Interessensgefüger auch verbinden.

00:34:30: Übrigens habe ich eine sehr spannende Promotion die ich gerade betreue Lelina Kettner an meiner Arbeitsgruppe.

00:34:34: Die guckt auch auf Festivals und Events und vor allem welche Bedeutung die haben für die Mobilisierung von sozialen Bewegungen.

00:34:40: Und ich glaube auf jeden Fall, dass es eine sehr spannende Forschung ist, die man auch hier so ein bisschen binnie bedienen kann.

00:34:47: Nämlich auch zu schauen, dass das auch ganz viel so zivilgesellschaftliches Engagement durch so eine Sportveranstaltung gestärkt werden kann bis hin zu einer sozialen Bewegung, die auch gestärked werden kann.

00:34:57: Das ist dann eben nicht nur der Hotel Neubau, der dann irgendwie da entsteht und das ist eben nicht ... dem ich dann irgendwie was Schönes rein denke oder Shoppingcenter, sondern das ist dann anders.

00:35:10: Da schließt es vielleicht auch nicht aus und sollte es vielleicht... ...auch nicht ausschließen.

00:35:14: so ein Hotel braucht man vielleicht schon aber jetzt ist eben mehr als dass.

00:35:18: Und dann in dem Moment würde ich sagen Dann haben wir gemeinwohl irgendwie auch verstanden Wir werden immer noch nicht alle mitgenommen haben Das ist ja klar Aber wir haben wenigstens unterschiedliche Perspektiven und Positionen der Gesellschaft bedient.

00:35:32: Gibt es etwas, wo Sie sagen würden – auch wenn das wiederum sehr plakativ ist.

00:35:37: Was würden sie sagen?

00:35:38: Kann man aus Turin-Sechs lernen?

00:35:42: Gibt's so den einen oder die zwei Punkte, wo sie sagen ja, das sind schon ein oder zwei oder drei Aspekte, die würde ich gerne vortragen.

00:35:50: Das lernen wir daraus und das sollte uns eine Lehre sein!

00:35:54: Also doch….

00:35:56: Es ist schwierig darauf zu antworten aber ich würde sagen, eine Sache kann man sehr gut lernen nämlich dass es durchaus einen positiven Aspekt und Effekt geben kann zwischen so einem einzigartigen Moment, einer dauerhaften Aufgabe die die Gesellschaft hat zum Beispiel Stadtentwicklung.

00:36:15: Ich glaube aber das man im Umkehrschluss nicht den Fehler begehen sollte zu sagen wir können mit einem einzelnen Event grundsätzliche strukturelle Probleme der Gesellschaft lösen.

00:36:24: Wir werden keine inklusivere Gesellschaft werden durch Olympia, wir werden auch keine integrativere Gesellschaft haben und kein perfektes Mobilitätssystem haben.

00:36:34: durch Olympia.

00:36:35: Wir können versuchen, wenn wir denn jenseits von Olympia sinnvolle Konzepte haben dann können wir die an bestimmten Schnittstellen auch anbinden an so ein Event.

00:36:43: ich kann mir durchaus vorstellen dass man wenn man sehr gutes Mobilitätskonzept hat das man sagt und an dieser Stelle spielt Olympia auch nochmal eine Rolle weil da kann ich noch mal versuchen so bisschen auch politischen Schub somit rein, also Geschwindigkeit aufzunehmen.

00:36:56: Ich kann mir vorstellen dass ich sage wenn ich ohnehin schon sage da möchte ich sowas wie Modellquartier machen also wenn wir jetzt an Münster denken würden dann könnte man sagen und das kann sich auch total gut verbinden mit so einem sportlichen Event vielleicht ist jetzt hier nicht bei uns ein Münster der Fall Wir sind ja außen vor.

00:37:12: Olympian-Münzer scheint für mich auch noch sehr weit entschädt zu sein aber wer weiß was noch alles kommt.

00:37:17: Aber um mal auf den Punkt ernsthaft zurückzukommen tatsächlich ist es ja so Herr Mößner oder auch ich schweife jetzt vielleicht ein bisschen vom Thema, dass man ja in der Gesellschaft insgesamt dazu neigt.

00:37:27: Sportgroße Ereignisse sofort zu überfrachten mit politischen Erwartungen, mit gesellschaftlichen Erwartung.

00:37:33: und die Sportler manchmal selber sagen mein Gott schaut doch mal bitte wie schnell wir laufen, wie hoch wir springen, wie weit wir springt.

00:37:39: Interessiert das eigentlich noch jemand?

00:37:40: Überladen wir da nicht solche Eregnisse auch manchmal?

00:37:43: Ja was kostete Paris?

00:37:44: Ich meine vier Komma vier Milliarden habe ich das richtig erinnern?

00:37:46: In

00:37:46: Redfire!

00:37:48: Also ja vielleicht überladen wird's.

00:37:49: Das kann gut sein Ich alle mal, aber Sie vielleicht auch sind zumindest was mit Blick auf die Studierenden schon fast eine andere Generation.

00:37:59: Kommen wir einmal auf das Geografiestudium.

00:38:01: am Schluss noch etwas zu sprechen?

00:38:04: Was treibt die Leute so um?

00:38:05: wie nehmen sie so deren Interessen wahr?

00:38:07: ist das auch etwas was die junge Generation sehr beschäftigt und sich dafür interessiert?

00:38:13: ihre Themen Wie würden Sie das beschreiben.

00:38:17: Ich glaube, dass wir das hier mit der Geografie und der Ausbildung der Geographie auch ein attraktives Angebot geschaffen haben für Studierende die genau an dieser Schnittstelle sich platzieren möchten.

00:38:27: Einerseits irgendwie konzeptionell mit sozial theoretischen Zugängen zu verstehen wie Gesellschaft funktioniert und auf der anderen Seite aber auch draußen im Raum durch dieses Fenster hier blickend zu verstehen was in der Stadt wirklich passiert.

00:38:38: Und da ist sicherlich die Geografien nicht alleinstellend Alleinstehend, da gibt es auch andere Disziplinen natürlich die genau sind ihre Berechtigung haben.

00:38:47: Aber ich finde die Geografie war für mich wenigstens immer so ein Punkt den ich total gut fand weil sie einerseits sehr gut kritisch hinterfragen konnte, andererseits auch angewandte Dinge auch betrachten konnte und gleichzeitig auch versucht hat nicht davor zurückzuschrecken manchmal auch vielleicht Lösungen zu suchen Und die man dann hinterher festgestellt haben waren doch nicht so gut aber wenigstern haben.

00:39:08: also geben wir da nicht auf Lösungen auch für Probleme darzustellen.

00:39:12: Und wir stehen tatsächlich an diesen Schnittstellen, insbesondere hier im Standort Münster ja auch mit Fragen von Nachhaltigkeit und nachhaltiger Raumplanung aber kritischen Stadtgeografie, die sich stärker auch mit Fragen von Gesundheit und Stadt.

00:39:24: Und auch Bürgerinnenbeteiligung auseinandersetzt bis hin zu diesen geopolitischen Fragen in der politischen Geographie beispielsweise oder Fragen von Änderungssystemen und auch Agrarproduktionen im ländlichen Raum beispielsweise mit einer Wirtschaftsgeografien nicht nur.

00:39:37: Das ist jetzt meine Kollegin.

00:39:38: total kurz zusammengefasst aber ich glaube insgesamt noch auf die deutsche Landschaft guckend ist die Geografie deswegen attraktives Fach immer noch geblieben.

00:39:46: Es freut mich auch dass sie das ist Und ich habe gerade eben am letzten Woche meinen Doktorvater in den Ruhestand mit verabschiedet.

00:39:52: Da hatten wir auch noch mal drüber gesprochen, was macht die Geografie eigentlich aus?

00:39:56: Er sagte dann so ein bisschen das Resümee für jemanden der dann gerade in Rente ging, dass sie bis heute eigentlich eine lebendiges Fach geblieben ist.

00:40:03: und ich glaube, diese Lebendigkeit leben unsere Studierenden auf Exklusion wenn wir nach Barcelona fahren.

00:40:09: Das war meine erste Exkursion im Studium nach Poblenur diesen total gentrifizierten Stadtteil mittlerweile, der genau neben diesem Olympischen Spielstätten liegt oder eben wie ich jetzt in meinen Studierenden nach Turin und dann meinen Studieren werden damit ihren Leuten vielleicht nach NRW fahren.

00:40:25: Ein attraktives Fach, ein lebendiges Fach.

00:40:27: ist das auch ein Fach was Gehör findet in den Prozessen die Sie jetzt im Podcast beschrieben haben?

00:40:34: Ich will auf dem Punkt hinaus dass ja manche Betriebswirtschaftler oder Finanzwissenschaftler ja die Bundesregierung bereit in finanzpolitischen Fragen Politik Wissenschaftler werden auch gerne genommen um auch Politiker zu beraten Neben Geografen auch eine ähnliche Rolle ein, können Sie das?

00:40:50: Und wenn ja in ausreichender Maße Frage zeichnen.

00:40:53: Ich hoffe auch meine Forschung wird manchmal gehört aber ich glaube dass das beste Sprachwort, was wir immer haben, das gilt für alle Disziplinen sind unsere Studierende und das ist die große Ressource mit der wir auch Gesellschaft und Zukunft verändern können.

00:41:05: Wenn wir eine gute Ausbildung hinlegen dann haben wir nachher sehr gute Studierenden, die im Berufsleben sehr gute Entscheidungen treffen können.

00:41:12: idealerweise Und ich glaube, dass die Geographie da sehr gut vernetzt ist und sehr gut aufgestellt ist.

00:41:16: Sicherlich ein bisschen größeren Schwerpunkt auf kommunaler Ebene hat und auf Landesebene als vielleicht auch zu nationalen Ebenen.

00:41:22: Das weiß ich aber gar nicht so genau.

00:41:24: Wenn ich darüber nachdenke würde ich sagen auch der nationalen Ebene sind wir ganz gut vernätzt und kriegen gut hin.

00:41:30: Aber wir bringen unsere Inhalte und Perspektiven auf jeden Fall auch unter und man trifft immer wieder überraschenderweise auf Geografinnen und Geografen an Stellen wo Entscheidungen stellen und ich würde auch mal vermuten, dass vielleicht auch in dem Akteursnetzwerk das Olympia NRW verantworten wird.

00:41:48: Auch Geografen im Ende sitzen hoffe ich wenigstens.

00:41:52: Ja meine sehr verehrten Damen und Herren die Entscheidung steht bald an ob sich Deutschland mit welcher Region nach Homma oder welcher Stadt um die olympischen Spiele bewerben wird.

00:42:00: dabei sollte man sagt Samuel Mößner auch ans oder vor allem ans Gemeinwohl denken Die immersteckere Festivalisierung, die ihr Kollege vor einiger Zeit formuliert hat.

00:42:13: Einzigartigkeit organisiert.

00:42:16: man sollte vielleicht doch diesen Gedanken etwas überkommen und eher an die Langfristigkeit denken und damit auch das Gemeinwohl eher in den Blick nehmen In dem Zusammenhang auch unterschiedliche Formen von Beteiligung der Bevölkerung nachdenken.

00:42:28: Da gibt es doch einige positive Beispiele, aber eben so viele negative.

00:42:32: Wir dürfen uns auf jeden Fall freuen auf die Entscheidung und sind gespannt darauf, ob es Olympia in absehbarer Zeit wieder mal in Deutschland geben wird.

00:42:40: Ich freue mich auf jeden fall drauf und bedanke mich jetzt erstmal sehr herzlich für dieses Gespräch.

00:42:44: Sagen wir uns das noch!

00:42:45: Ja vielen Dank dass ich da sein durfte.

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